Nach mehr als einem halben Jahr, ist es (für mich) Mal wieder an der Zeit hier was zu schreiben.
Danke an erster Stelle für alle Gebete, jedes Nachfragen und das an und denken.
Mir geht es gut. Ich bin echt dankbar, denn die letzte Verlaufskontrolle war unauffällig und je länger ich in diesem Stadium bin , umso besser ist es. Ich spüre aber auch immer noch die Nebenwirkungen der Chemotherapie. Ich hoffe, dass sich mein Körper noch weiter normalisiert und die Nebenwirkungen weniger werden.
Hier auf dem Blog hat sich in den letzten Monaten einiges verändert. Weniger bunt, weniger Beiträge und dafür mehr Raum für andere Themen wie Mutmachendes aus dem Alltag, Apps oder Technik. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, wieder mehr aus meinem Leben zu schreiben und den Krebs nicht mehr ganz so sehr in den Mittelpunkt zu stellen. Bis jetzt hat das allerdings noch nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Dann fange ich mal an. Jetzt kommt endlich meine Jahreszeit – zumindest sagt das meine QuickWeather-App* auf dem Handy, die ich natürlich aus dem freien F-Droid* AppStore geladen habe. Die Sommermonate sind meine Lieblingszeit. Die Tage werden länger, die Abende heller und das Leben verlagert sich wieder nach draußen.
Es ist warm genug für ein T-Shirt, die Sonne liefert eine Portion Vitamin D, und irgendwo liegt schon der Duft eines angeheizten Grills in der Luft. Für viele beginnt damit die Zeit des Jahres, in der man sich wieder häufiger draußen aufhält.
Mir persönlich geht es mit Wärme auf der Haut deutlich besser. Nach den kalten und oft grauen Monaten fühlt sich jeder sonnige Tag wie ein kleiner Energieschub an.

Von jetzt an, solange die Erde besteht, soll nicht aufhören: Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
1. Mose 8:22 bibel.heute
Das ist für mich Frühling. Erdbeeren und Himbeeren. Ich liebe sie. Das sind zwei meiner Lieblingsobstsorten.
Auf diesem Foto treffen Leben und Vergänglichkeit aufeinander. Die kleinen Erdbeeren reifen noch heran, während die ersten Blätter der Pflanze bereits welken und absterben. Die Erdbeerzeit neigt sich langsam dem Ende zu, und bald beginnt die Zeit der Himbeeren.
Gerade dieser ständige Wechsel erinnert mich an den Vers aus 1. Mose 8,22:
„Solange die Erde besteht, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören.“
Gott zeigt in seiner Natur diesen perfekte Kreislauf, jedes Jahr auf Neue. Was heute vergeht, schafft Raum für neues Leben. Die Erdbeerpflanzen ziehen sich nach der Ernte zurück, doch weil sie mehrjährig sind, dürfen wir hoffen, dass sie im nächsten Frühjahr wieder austreiben und erneut Früchte tragen.
Ob die Ernte im kommenden Jahr reich ausfallen wird, weiß heute noch niemand. Aber genau darin liegt die schöne Botschaft dieses Bibelverses: Gott hat eine Ordnung in seine Schöpfung gelegt. Auf Abschied folgt Neubeginn, auf die Ernte eine neue Saat. So dürfen wir voller Zuversicht auf das nächste Frühjahr blicken.
Danke Herr Jesus für diese Jahreszeit.
Ich wünsche allen Lesern einen schönen Frühling und einen Sommer voll 🌞.
*ich poste keine Links, die Begriffe lassen sich über Google oder jede andere Suchmaschinen finden.
